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Einbaubericht: 150 Ah Lithiumbatterie im VW T6.1 California Beach

Einbaubericht einer Supervolt 150 Ah LiFePO4-Batterie im VW T6.1 California Beach (Baujahr 2020), der uns von unserem Kunden zur Verfügung gestellt wurde.

Gastbeitrag: Austausch AGM durch 150 Ah LiFePO4 Batterie im VW T6.1 California Beach

Unser Kunde hat uns einen Erfahrungsbericht zum Einbau von unserer 150 Ah Supervolt LiFePO4 Batterie in seinem VW T6.1 California Beach Camper zur Verfügung gestellt. In diesem Beitrag erklärt er euch die Details der Installation, Vorteile der neuen Stromversorgung und worauf beim Umbau zu achten ist.

Inhaltsverzeichnis

Ausgangslage

Die ursprünglich installierte 75 Ah AGM Batterie, die inzwischen vier Jahre alt ist, hat erhebliche Kapazitätsverluste erlitten. Dies führte dazu, dass sie nach einer einzigen Nacht mit der Standheizung
entladen war und ein regnerischer Tag nicht genügend Solarenergie lieferte, um eine weitere warme Nacht zu gewährleisten. Ein Upgrade war daher erforderlich, und anstatt erneut eine AGM Batterie einzubauen, entschied ich mich für ein umfassenderes Upgrade.

Abbildung 1: original 75 Ah AGM Batterie mit seitlich angebautem WRM 15 MPPT-Regler

Damit wir zukünftig auch unsere E-Bikes laden können sollte es eine entsprechend große Batterie werden. Hierbei stieß ich auf den Beitrag, dass die 150 Ah Supervolt LiFePO4 Batterie von Supervolt durchaus unter dem Fahrersitz des T6.1 Platz finden kann. Die 150 Ah reichen so gerade eben aus, denn ein E-Bike Akku hat 700/800 Wh, wodurch ca. 54/62 Ah benötigt werden für eine vollständige Ladung (der 700 Wh Akku hat von „leer“ auf voll 42 Ah gezogen).

Hierfür lässt sich der original verbaute Wechselrichter nutzen (max. 500 Watt Leistung kann abgerufen werden), welcher scheinbar sehr effizient arbeitet.

Die Supervolt Batterie kam sehr zügig an und war super verpackt, auch die Kommunikation lief sehr
gut ab, sodass ich den Shop nur empfehlen kann.

Hinweis:
Mit der Einführung unserer neuen Batterieserien Anfang Oktober 2025 verfügen die Modelle der SE-Serie nun über keine RJ45-Schnittstellen mehr zu externen Geräten (z. B. Victron, Truma iNet usw.), da diese nicht von allen Nutzern benötigt werden.
Durch den Wegfall dieser Schnittstellen können wir die SE-Serie ab sofort preisgünstiger anbieten.
Die PRO-Serie hingegen verfügt weiterhin über die entsprechenden Schnittstellen.

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Installationsprozess und Anpassungen

Für den Umbau muss der Sitz entfernt und die Starterbatterie abgeklemmt werden. Die gesamte
Sitzkonsole sollte entfernt werden, damit man sauber arbeiten kann. Am Ende ist es schneller und besser, daher kann ich jedem nur empfehlen den kleinen Mehraufwand auf sich zu nehmen.

Entsprechend alle Sicherungshalter lösen und das Gestell an den vier Ecken losschrauben sowie die Handbremse vom Sitzgestell lösen, hierfür muss die Verkleidung nach vorne abgezogen und zwei
Schrauben gelöst werden.

Abbildung 2: Batterie ausgebaut
Abbildung 3: Sitzgestellt und Handbremse demontiert; links hinten – selbstverlegte 16 mm2 Kabel für Wasserpumpe, Boiler und Licht; rechts hinten – Kabel von den Solarmodulen
Abbildung 4: Das Batterieblech ist hinten verschraubt und insgesamt an 6 Stellen punktverschweißt

Die verschweißten Punkte habe ich aufgebohrt, sodass das Blech einzeln bearbeitet werden kann.
Rechts und links müssen die Seiten abgeflext werden, damit die breitere Batterie passt. Am Gestell muss das seitliche sehr dünne Blech im unteren Bereich leicht ausgenommen werden.

Abbildung 5: fertig bearbeitetes Batterieblech
Abbildung 6: Eingebautes Batterieblech inkl. Konsole

Etwas Farbe auf das blanke Blech und noch 4 Einnietmuttern in das Gestell gebracht (für die spätere Strebe, an welcher MPPT und DCDC-Wandler angebracht werden) konnte alles wieder zurückgebaut
werden.

Durch das genormte H8 Gehäuse passt die Supervolt Batterie perfekt in die vorhandene (bearbeitete) Halterung. An der Batterie mussten lediglich die Vertiefungen etwas bearbeitet werden, damit diese sauber in das Blech eingreifen. Hierdurch sitzt die Batterie perfekt vorne und hinten festgezogen in der Halterung.

Abbildung 7: Supervolt-Batterie mit bearbeiteten Vertiefungen

Die Höhe ist gleich zur alten Batterie und die Anschlüsse passen ebenfalls, wodurch es insgesamt quasi Original aussieht.

Abbildung 8: eingebaute 150 Ah Supervolt-Batterie

Und Zack ist die Kapazität um das 2–4-fache gestiegen (je nach Rechnung, denn eine LiFePO4 sollte möglichst zw. 20-80 % gehalten werden und eine AGM sollte möglichst nicht unter 40 % entladen
werden).

Da die neue Generation einen Ein-und Ausschalter bietet, wollte ich diesen ebenfalls noch sauber
integrieren. Leider wird dieser bereits angelötet geliefert, wodurch für einen sauberen Verbau in einer
Bohrung die Lötverbindung erst gelöst und dann wieder angelötet werden muss. Hier besteht Verbesserungspotential.

Anmerkung Supervolt: Bei der nächsten Generation der Ein- und Ausschalter lässt sich der Knopf abstecken, so kann dieser ohne großen Aufwand an eine Wand montiert werden.

Abbildung 9: Abdeckung mit eingebautem Schalter leicht zu erreichen

Der Schalter verhindert nur das Laden bzw. starke Entladen der Batterie. An den Polen liegt im ausgeschalteten Zustand eine Spannung von 550mV an, wodurch die originale LED-Beleuchtung an- und ausgeht. Hier hatte ich gehofft, dass die Batterie komplett auszuschalten ist.

Anmerkung Supervolt: Dies wurde bereits mit dem neuen BMS V7 nachgebessert. Durch den Schalter lässt sich nun das BMS komplett vom Strom nehmen. Das betrifft alle Batterien ab Baujahr 2024.12.

Aufgrund der neuen LiFePO4 mit einer anderen Ladekennlinie als die originale AGM Starter- und Aufbaubatterie muss das originale Trennrelais rausfliegen, denn dieses schließt Starter- und Aufbaubatterie nur kurz, was zu einer nicht optimalen Ladespannung führt. Zusätzlich würde bei einer
leeren LiFePO4 ein zu hoher Strom fließen. Eine AGM begrenzt diesen automatisch aufgrund des deutlich höheren Innenwiderstandes, eine LiFePO4 aber nicht.

Abbildung 10: das alte Trennrelais (rot eingekreist)

Statt Trennrelais habe ich einen DCDC Wandler verbaut. Die 150 Ah soll max. mit 50 A geladen werden.

Hinzu kommt noch ein MPPT Solarregler für Einspeisung per Solar.

Zur Befestigung habe ich ein Vierkantnutenprofil verbaut und konnte so eine saubere Installation durchführen mit guter Belüftung.

Abbildung 11: verbauter MPPT-Regler und DCDC-Wandler

An den Lastausgang des MPPT-Reglers ist eine Sicherungsbox von Offgrid angeschlossen, sodass ich unter dem Sitz die Möglichkeit habe weitere Abnehmer einfach und abgesichert anzuschließen.

Bei der Bestimmung des richtigen Kabelquerschnitts hilft der Rechner auf der Supervolt Seite.
Problematisch sind die originalen 25 mm2 Kabel, beim DCDC-Wandler habe ich Stiftkabelschuhe für die 25 mm2 genutzt. Diese mussten noch leicht abgeschliffen werden, damit diese vernünftig passen.
Eine entsprechende Kabelschere und Presse vorausgesetzt.

Der MPPT Regler lässt nur max. 10 mm2 zu, aufgrund der kurzen Wege ausreichend, aber sollte bedacht werden bei der Installation. Die dicken Kabel erschweren die Installation und es ist schon sehr fummelig, aber mit Geduld und Sorgfalt alles machbar.

Die Sicherungsbox ist lediglich unter den Sitz geklemmt für einen leichten Zugang. Alles andere ist fest
verschraubt. Nun ist jedoch auch keinerlei Platz mehr vorhanden unter dem Fahrersitz. Die verbauten Komponenten und die 150 Ah Batterie von Supervolt werden mich nun hoffentlich die nächsten Jahr(zehnte) begleiten.

Abbildung 12: Ansicht unter den Sitz

Fazit Einbau und erste Erfahrung

Das System ist so nun bereits über einen Monat in Betrieb und läuft einwandfrei. Die Absorptionsspannung des MPPT Reglers habe ich auf 13,25 V eingestellt, wodurch die Batterie auf 70-75 % geladen wird. Dies reicht für den normalen Betrieb aus und nur wenn wir wirklich die Akkus der e-Bikes laden wollen, lasse ich auf 100 % laden.

Ich gehe von ca. 20-50 Zyklen pro Jahr aus, wodurch die Batterie quasi 60 Jahre halten würde. Ich
bin gespannt und berichte gerne.

Die AGM hielt gerade einmal 4 Jahre mit den ständigen Zyklen, welche durch das VW-
Lademanagement verursacht werden.

Per VCDS habe ich noch den Batterietyp und Kapazität für die Aufbaubatterie angepasst, nun zeigt der Controller das doppelte der Zeit an, aber passt sich auch immer wieder an – sprich eine verlässliche
Größe wie lange die Batterie noch hält ist dies nach wie vor nicht, aber hierfür gibt es die Supervolt App. Die Bluetooth-Verbindung zur Batterie ist sehr stabil und die Reichweite ist top, ebenso die
Informationen, welche bereitgestellt werden.

Ein Abschalten der Heizung oder verbundenen Verbraucher seitens VW Controller konnte ich noch nicht beobachten. Hier scheint sich der VW Controller zwar teils an der gezogenen und zugeflossenen Leistung bzgl. der verbleibenden Nutzungszeit zu orientieren aber ebenfalls an der Spannung, was zu der beschriebenen Anpassung führt. Ich habe keinerlei weitere Anpassungen an der internen Steuerung vorgenommen außer des Werte-Updates per VCDS, aber wir haben auch keinen originalen Landstromanschluss verbaut.

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Wichtiger Hinweis

Dies ist ein Einbaubericht eines Kunden, den er nach bestem Wissen und Gewissen mit uns geteilt hat. Die gezeigten Einbauweisen, Erfahrungen und Tipps basieren auf seiner persönlichen Umsetzung und Einschätzung.

Bitte beachtet: Wir übernehmen keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit oder Sicherheit der Angaben.

Bitte beachtet stets die geltenden Vorschriften und Herstellervorgaben eures Fahrzeugs sowie der verbauten Komponenten.

Danksagung

An dieser Stelle bedanken wir uns vielmals bei unserem Kunden für den sehr gut beschriebenen Bericht! Wir hoffen mit der Veröffentlichung dieser Anleitung beim Austausch von AGM- durch unsere Lithiumbatterien im VW T6.1 California Beach Camper helfen zu können.

Mit den neuen Batterie steht dem nächsten Urlaub nun nichts mehr im Wege, wir wünschen allzeits gute Fahrt und unvergessliche Reisen.

Wenn Sie ebenfalls vorhaben Ihr Fahrzeug selbst umzubauen, schreiben Sie uns gerne an ([email protected]). Für einen Bericht geben wir Ihnen gerne einen Rabatt auf den Kauf Ihrer Batterie.

Supervolt LiFePO4 Batterien und Zubehör

In unserem Shop findet ihr unsere komplette Auswahl an LiFePO4-Batterien – ideal für Wohnmobil, Boot oder Solaranlage. Dank ihrer Vielseitigkeit lassen sich unsere Batterien in nahezu jedem Bereich zuverlässig einsetzen.

Das passende Einbauzubehör wie SolarreglerLadebooster oder Wechselrichter findet ihr natürlich ebenfalls direkt bei uns – für ein perfekt abgestimmtes System aus einer Hand.

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