Gastbeitrag: Einbaubericht LiFePO4-Batterien im Niesmann + Bischoff Arto 64 GL
Unser Kunde hat uns einen Erfahrungsbericht zum Einbau von 2x 100 Ah LiFePO4-Batterien in seinen Niesmann+Bischoff Arto 64 GL (Erstzulassung 2013) zur Verfügung gestellt. In diesem Beitrag zeigen wir die Details der Installation, Vorteile der neuen Stromversorgung und worauf beim Umbau zu achten ist.
Inhaltsverzeichnis
Fahrzeug und elektrische Ausstattung
Niesmann + Bischoff Arto 64 GL, EZ 2013
- Elektronik ist Serienstandard CBE mit Netzladegerät 15 Ampere
- Solaranlage 400 Watt mit MPP Regler 350
- Ladebooster 50 Ampere begrenzt (max. 70 Ampere möglich)
Ausbau der alten Batterien
Ausgebaut wurden 2 Stck. Exide Gel mit je 85Ah, Gewicht 61 kg.
Die Batterien sitzen bei diesem Fahrzeug im beheizten Zwischenboden im Eingangsbereich, zugänglich durch eine Luke. Vorher wurde die Landstromversorgung entfernt. Solar war nicht in Betrieb, da das Fahrzeug in der Garage steht.
Ansonsten sind natürlich auch hier vor dem Umbau die Solaranlage elektrisch zu trennen und alle Verbraucher abzuschalten.
Die Batterien sind durch im Boden verschraubte Anschläge und einen Gurt gesichert. Erst wurde der Minuspol abgeklemmt, dann der Pluspol und nach Entfernung aller Kabel und des Haltegurtes die Batterien entfernt.
Vorbereitung der Verkabelung
Durch die Nachrüstung von Solarregler, Ladebooster und hydraulischen Stützen hatten sich auf den Batterieanschlüssen diverse Kabel versammelt.
Diese Anschlüsse wurden auf nachgerüsteten Stromschienen für die Plus- und Minus – Versorgung verlegt. Ziel war auf den neuen Batterien nur noch die Kabel für Parallelschaltung und den Hauptanschluss zu haben. Dazu kommen dann nur noch die 3 Temperaturfühler von Ladegerät, Solarregler und Ladebooster.
Hinweis:
Mit der Einführung unserer neuen Batterieserien Anfang Oktober 2025 verfügen die Modelle der POLAR-Serie nun über keine RJ45-Schnittstellen mehr zu externen Geräten (z. B. Victron, Truma iNet usw.), da diese nicht von allen Nutzern benötigt werden.
Durch den Wegfall dieser Schnittstellen können wir die SE-Serie ab sofort preisgünstiger anbieten.
Die PRO-Serie hingegen verfügt weiterhin über die entsprechenden Schnittstellen.
>> Entdecken Sie unsere LiFePO4 Batterien der SE-Serie direkt im Onlineshop <<
Einbau der ersten neuen voll geladenen Batterie
Über den mitgelieferten RJ 45 Stecker werden beide Batterien abgeschaltet.
Der Knopf ist dann eingedrückt. Das Kabel auf die Batterie legen, dann stört es nicht beim Einbau.
Die verschraubten Bodenanschläge werden entsprechend der neuen kleineren Abmessungen der Batterien versetzt. Als Polschuhe werden Ausführungen mit zwei zusätzlichen M6-Gewinden verwendet.
Da eine der Batterien unter den Boden geschoben wird, werden hier erst die
Polschuhe aufgesetzt und die Kabel für die Parallelschaltung mit den M6 Anschlüssen verschraubt.
Dann wird die Batterie unter den Boden geschoben.
Die M8 Gewinde in den Batteriepolen bleiben für die Hauptanschlüsse frei.
Einbau der zweiten Batterie
Die zweite Batterie wird bündig vor die bereits eingesetzte gestellt und die
Kabel für die Parallelschaltung wie gehabt mit M6 verschraubt.
Auch die Temperaturfühler werden auf die M6 Anschlüsse geschraubt.
Ob es bei LiFePO einen zu bevorzugenden Pol wie bei Bleibatterien gibt ist mir nicht bekannt. Das lässt sich aber jederzeit ändern.
Die Batterien werden dann mit dem vorhandenen Spanngurt arretiert.
Hauptkabel anschließen
Überraschung bei mir: Bei den vorherigen Gel Batterien sind die Anschlüsse vertauscht, damit war das Pluskabel zu kurz und musste durch ein längeres ersetzt werden. Das Minuskabel ist dafür sehr lang und reicht.
Vor den Batterien sitzt im Minuskabel die Technik für die Strommessung.
Erst wird das Pluskabel an der hinteren (unter dem Boden) Batterie am Pol mit M8 verschraubt.
Da bis jetzt der Minuspol nicht angeschlossen ist, besteht auch kein Risiko bei Berührung der tragenden Metallkonstruktion des Bodens und die Batterien sind ja sowieso abgeschaltet.
Der Minuspol liegt dann an der vorderen Batterie und ist für die folgende Verschraubung mit dem M8-Anschluss des Rundpols gut zugänglich.
Umstellung der Batterieversorger
Das vorhandene Ladegerät hat keine LiFePO4-Einstellung und steht daher auf Stellung Gel.
Der Ladebooster steht auf der empfohlenen LifePo Einstellung 14,6 / 13,8 Volt.
Der ältere Solarregler steht nach Gespräch mit Fa. Supervolt auf 14,4 / 13,8 Volt, da es keine 14,6 / 13,8 Volt Einstellung gibt.
Fazit: Einbau LiFePO4-Batterien im Wohnmobil
Damit ist alles erledigt und die Batterien werden mit dem RJ 45 Schalter aktiviert.
Alle Funktionen wie Spannungs- und Stromanzeige des CBE Panels funktionieren wie gehabt und auch das Puffern der Starterbatterie wird angezeigt.
👉 Hier gelangen Sie zu unseren LiFePO4 Batterien der SE-Serie im Onlineshop
Danksagung
An dieser Stelle bedanken wir uns vielmals bei unserem Kunden für den sehr gut beschriebenen Bericht! Wir hoffen mit der Veröffentlichung dieser Anleitung beim Austausch von AGM- durch unsere Lithiumbatterien im Der Niesmann + Bischoff Arto 64 GL helfen zu können.
Mit den neuen Batterie steht dem nächsten Urlaub nun nichts mehr im Wege, wir wünschen allzeits gute Fahrt und unvergessliche Reisen.
Wenn Sie ebenfalls vorhaben Ihr Fahrzeug selbst umzubauen, schreiben Sie uns gerne an ([email protected]). Für einen Bericht geben wir Ihnen gerne einen Rabatt auf den Kauf Ihrer Batterie.
Supervolt LiFePO4 Batterien und Zubehör
In unserem Shop finden Sie alle unsere LiFePO4-Batterien. Egal ob für Wohnmobil, Boot oder Solaranlage – unsere Batterien lassen sich überall einsetzen. Passendes Einbauzubehör wie Solarregler, Ladebooster und Wechselrichter finden sich auch direkt bei uns.


