deen

Umstieg auf Lithium-Eisen Batterien (LiFePO4) – die wichtigsten Fragen vor dem Batteriewechsel

Wenn ihr euer Stromsetup von AGM- oder Bleibatterie auf LiFePO4 umstellen möchtet, tauchen vermutlich einige zentrale Fragen auf:

“Wie viel Kapazität benötigen wir tatsächlich?”
“Ist ein 1 zu 1 Austausch machbar?”
“Sollten wir eine Batterie mit integrierter Heizung wählen?”
“Wo lassen sich die neuen Batterien am besten verbauen?”
“Macht es Sinn eine Ultra Batterie zu nutzen?”

In diesem Beitrag beantworten wir die häufigsten Fragen, die unser Support-Team zum Thema Batterieumrüstung erhält und helfen euch so, die ideale Konfiguration für euer zukünftiges Energiesystem zu finden. Doch zunächst solltet ihr euch überlegen, welche Art des Reisens ihr plant.

Inhaltsverzeichnis

Warum LiFePO4-Akkus Bleiakkus in vielerlei Hinsicht überlegen sind

Wer auf der Suche nach einer modernen und leistungsfähigen Energiespeicherlösung ist, kommt an Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) kaum vorbei. Im direkten Vergleich mit klassischen Bleiakkus zeigen sich deutliche Unterschiede, insbesondere in puncto Kapazität, Effizienz und Lebensdauer.

Die höhere Energiedichte und die bessere Nutzbarkeit der Kapazität machen LiFePO4-Akkus nicht nur leistungsfähiger, sondern auch wirtschaftlicher und nachhaltiger im Einsatz.

Doch worauf beruhen diese Vorteile genau? Werfen wir einen genaueren Blick auf die technischen Hintergründe und zeigen, warum sich der Umstieg auf LiFePO4-Technologie lohnt – sei es im Camper oder auf dem Boot.

Mehr Kapazität dank höherer Energiedichte

Schon bei der Nennkapazität wird deutlich: LiFePO4-Akkus schneiden besser ab. Der Grund dafür liegt in ihrer höheren Energiedichte – sie können mehr Energie auf kleinem Raum bzw. bei geringerem Gewicht speichern. Das bedeutet konkret: Eine LiFePO4-Batterie mit gleicher Kapazitätsangabe wie ein Bleiakku bringt deutlich weniger Gewicht auf die Waage – ein großer Vorteil im Einsatz in gewichtsbeschränkten Fahrzeugen.

Effizientere Nutzung der verfügbaren Energie

Ein weiterer Pluspunkt: Die tatsächliche Nutzbarkeit der gespeicherten Energie ist bei LiFePO4 deutlich höher. Während Bleiakkus nur bis zu etwa 50 % entladen werden sollten, um ihre Lebensdauer zu schonen, lassen sich LiFePO4-Akkus problemlos bis zu 90 % oder mehr entladen – ohne dass dies zu einer vorzeitigen Alterung führt. Das bedeutet: Weniger ungenutzte Kapazität und mehr verbrauchbare Energie pro Ladezyklus.

Längere Lebensdauer – weniger Wartung, mehr Zuverlässigkeit

Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Lebensdauer. Während Bleiakkus im Durchschnitt auf etwa 300 bis 500 Ladezyklen kommen, erreichen LiFePO4-Akkus je nach Nutzung bis zu 3000 Zyklen – bei 90 % Entladetiefe (Depth of Discharge, DoD). Das bedeutet nicht nur weniger Wartungsaufwand, sondern auch langfristig geringere Kosten, da die Akkus wesentlich seltener ersetzt werden müssen.

Höhere Lade- und Entladeeffizienz

Auch beim Laden und Entladen zeigen sich klare Vorteile, LiFePO4-Akkus arbeiten effizienter und gleichmäßiger. Sie nehmen die Ladeenergie besser auf und geben beim Entladen konstante Spannung ab – selbst bei höheren Strömen. Im Vergleich dazu neigen Bleiakkus bei stärkerer Entladung zu Spannungseinbrüchen, was sich negativ auf angeschlossene Geräte auswirken kann.

Mehr Leistung bei hohen Strömen

Nicht zuletzt punkten LiFePO4-Akkus durch ihre Fähigkeit, hohe Lade- und Entladeströme problemlos zu bewältigen. Das macht sie besonders attraktiv für Anwendungen, in denen kurzfristig viel Energie benötigt wird – etwa beim Betrieb leistungsstarker Verbraucher oder bei der schnellen Aufladung durch Solarstrom.

Egal ob Gewicht, Effizienz, Lebensdauer oder Leistungsfähigkeit – in nahezu allen Bereichen ist der LiFePO4-Akku dem traditionellen Bleiakku überlegen. Wer heute in moderne Energiespeicher investiert, sollte sich daher intensiv mit der Lithium-Eisenphosphat-Technologie auseinandersetzen. Zwar sind die Anschaffungskosten zunächst höher, doch langfristig zahlen sich die Vorteile in Leistung, Zuverlässigkeit und Lebensdauer deutlich aus.

1. Wie viel Kapazität braucht ihr wirklich?

- Wollt ihr autark stehen? Und wenn ja – wie lange?

Eine Supervolt 100Ah LiFePO4-Batterie ist eine sehr gute Grundlage für 2–3 Tage Autarkie bei durchschnittlichem Stromverbrauch.

Wenn man jedoch einen Wechselrichter betreibt um so seinen 230V Stromkreis zu speisen während man nicht am Netz angeschlossen ist sollte folgendes beachten: Es wird ein merklich höherer Stromverbrauch auftreten und so die verbleibenden Tage der Autarkie um Einen verringert werden.

Wer länger unabhängig bleiben möchte, kann das System später jederzeit erweitern. Beispiesweisel durch eine zweite Batterie desselben Typs oder durch eine mobile PV-Lösung wie die Solartasche 250W.

Supervolt 12V 2000W Wechselrichter mit Netzvorrangschaltung & FI Schutzschalter
Supervolt SV-SUN250 Faltbare Solartasche 250W Mono-Kristallin

2. Tausch der Batterien

- Ist der 1 zu 1 Austausch wirklich so einfach machbar?

Ja, ein einfacher Austausch der alten Blei- oder AGM- Batterien gegen neue LiFePo4 Batterien ist wirklich sehr einfach zu bewerkstelligen, egal ob in einzelner Form, parallel oder in Reihe verschaltet.

Es gibt lediglich ein paar Dinge, auf die geachtet werden muss.
Die Ladegeräte sollten, wenn möglich auf eine Lithium Kennlinie umgestellt werden. Falls dies nicht geht, funktionieren auch die Blei/Gel- oder die AGM- Kennlinie, die Ladung mit diesen dauert jedoch länger, bis die Batterie Ihre gewünschte Kapazität erreicht hat.

Des Weiteren empfiehlt es sich über den Einbau eines Ladeboosters nachzudenken, um während der Fahrt durch die Lichtmaschine des Fahrzeuges neben der Starterbatterie auch die Bordbatterie zu laden. Bei einem Euro 6 Norm Fahrzeug sollte definitiv ein Ladebooster verbaut werden.

Weitere Infos zum Thema Ladebooster findet ihr hier:

Ladebooster im Wohnmobil

Ladebooster im Wohnmobil

Der Einbau eines Ladebooster im Wohnmobil ist immer empfehlenswert. Warum das so ist und was ein Ladebooster eigentlich so macht, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Weiterlesen »

3. Ist eine Batterieheizung nötig?

- Plant ihr auch Reisen bei Temperaturen unter 0 °C?

Gerade wenn ihr gern ganzjährig unterwegs seid – sei es beim Wintercamping in den Bergen, bei herbstlichen Roadtrips oder bei Reisen in kältere Regionen – werdet ihr früher oder später mit dem Thema Minustemperaturen konfrontiert. LiFePO4-Batterien bieten zwar viele Vorteile, sind aber in einem Punkt empfindlich: Sie dürfen bei Temperaturen unter 0 °C nicht geladen werden, da dies die Zellen dauerhaft schädigen kann.

Damit eure Batterie auch bei eisigen Bedingungen voll einsatzbereit bleibt, empfiehlt sich der Einsatz einer speziellen LiFePO4-Polar-Batterie mit integrierter Heizung. Diese Batterien verfügen neben dem integrierten Batteriemanagementsystem (BMS) auch über ein automatisch gesteuertes Heizelement, das bei Bedarf aktiviert wird. Sobald die Temperatur in der Batterie unter den kritischen Wert fällt, heizt sich die Zelle selbstständig auf ein sicheres Temperaturniveau – und erst dann beginnt der Ladevorgang.

So bleibt die Batterie jederzeit geschützt, selbst bei frostigen Bedingungen, und ihr könnt euch darauf verlassen, dass eure Stromversorgung auch im Winter reibungslos funktioniert – ohne Kompromisse bei Sicherheit oder Lebensdauer.

4. Wo werden die Batterien verbaut?

- Wird die Batterie im Fahrzeuginneren verbaut und wenn ja, ist dies ein beheizter Raum?

- Befindet sich der vom Fahrzeughersteller vorgesehene Einbauort im Motorraum?

Der Einbauort eurer Batterie spielt eine zentrale Rolle bei der Auswahl des richtigen Batterietyps. Je nachdem, wo ihr die Batterie im Fahrzeug unterbringen wollt – ob im Innenraum, unter dem Sitz, in der Heckgarage oder an einem vom Hersteller vorgesehenen Platz im Motorraum – müsst ihr auf die genauen Abmessungen achten. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die neue Batterie nicht nur technisch passt, sondern sich auch sicher und stabil verbauen lässt.

Unsere Supervolt LiFePO4-Batterien orientieren sich an den DIN-Formaten, was den Austausch gegen bestehende AGM- oder Bleiakkus deutlich erleichtert. Hier ein Überblick über die gängigen Größen:

  • 60Ah: 279 × 175 × 190 mm
  • 100Ah: H6 DIN – 280 × 177,5 × 190 mm
  • 150Ah / 180Ah: H8 DIN – 356 × 177 × 190 mm
  • Jumbo 480Ah: 360 × 350 × 190 mm

Aus unserer Erfahrung wissen wir: Unter einem klassischen Wohnmobilsitz lassen sich problemlos zwei DIN-Gehäuse nebeneinander installieren – das eröffnet euch viele Möglichkeiten für den Ausbau oder die spätere Erweiterung eures Energiesystems.

Denkt also unbedingt daran, die Maße eures Einbauraums sorgfältig zu prüfen – idealerweise schon vor dem Kauf. Auch Faktoren wie Zugänglichkeit, Belüftung, Temperaturentwicklung und Kabelführung spielen eine wichtige Rolle. Letztlich entscheidet die Kombination aus Platzverhältnissen und euren individuellen Anforderungen darüber, welcher Batterietyp am besten zu euch und eurem Fahrzeug passt.

5. Supervolt Ultra – die Hochleistungsbatterie für anspruchsvolle Anwendungen

- Für welche Verwendungszwecke ist die Ultra Serie produziert?

Ein praktisches Beispiel für die Leistungsfähigkeit moderner LiFePO4-Technologie ist die Supervolt Ultra. Diese Hochleistungsbatterie überzeugt durch einen kontinuierlichen Entladestrom von 200 A und einen beeindruckenden Spitzenstrom von 900 A – ideal für Anwendungen mit hohem Energiebedarf. Der ebenfalls hohe maximale Ladestrom von 200 A ermöglicht ein besonders schnelles und effizientes Laden, selbst bei Einsatz starker Lichtmaschinen.

Dank ihres universellen DIN-Gehäuses lässt sich die Supervolt Ultra unkompliziert in einer Vielzahl von Fahrzeugen einsetzen – von Wohnmobilen über Boote bis hin zu Spezialfahrzeugen. Sie bietet genügend Energie, um alle gängigen Campinggeräte gleichzeitig zu betreiben – oder dient als Hochleistungsbatterie zum Starten großer Motoren, ganz gleich ob an Land oder auf dem Wasser.

Ein wichtiger Hinweis für Nutzer moderner Fahrzeuge: Viele Modelle mit Euro-6-Norm sind nicht ab Werk auf den Einsatz von Lithium-Batterien ausgelegt, in solchen Fällen kann es zu Fehlermeldungen im Bordsystem kommen. Deshalb ist es empfehlenswert, im Vorfeld zu prüfen, ob sich die Ladestrategie des Fahrzeugs auf Lithium umstellen lässt – etwa über einen OBD2-Adapter und entsprechende Software.

Fazit: Welche Batterie passt zu eurem Reiseprofil?

Der Wechsel von AGM- oder Bleiakkus auf moderne LiFePO4-Batterien bringt eine Vielzahl an Vorteilen – von höherer Energiedichte über effizientere Nutzung bis hin zu deutlich längerer Lebensdauer. Doch damit die Umrüstung auch reibungslos gelingt, lohnt es sich, vorab ein paar grundlegende Fragen zu klären: Wie viel Kapazität braucht ihr wirklich? Passt der neue Akkutyp in den vorhandenen Einbauraum? Welche technischen Anpassungen – etwa am Ladegerät oder an der Fahrzeugsoftware – sind eventuell erforderlich?

Mit durchdachter Planung lässt sich der Umstieg einfach realisieren. Besonders praktisch: Unsere Supervolt LiFePO4-Batterien sind dank DIN genormter Bauform universell einsetzbar und bieten gleichzeitig beeindruckende Leistungsreserven – perfekt für anspruchsvolle Anwendungen im Reisefahrzeug oder auf dem Wasser.

Wenn ihr in gemäßigten Temperaturen unterwegs seid, keinen außergewöhnlich hohen Stromverbrauch habt und bis zu 5 Tage autark stehen wollt, ist das 2× SX100-Set in Parallelschaltung eine sehr gute Lösung.

Wenn jedoch Wintercamping oder ein Einbau im ungedämmten Motorraum geplant ist, empfehlen wir euch die Modelle aus unserer Polar-Serie – ausgestattet mit integrierter Heizung und optimal für kalte Bedingungen geeignet.

Ob für kurze Wochenendausflüge oder langes, autarkes Reisen – mit einem passenden Lithium-Energiesystem seid ihr bestens gerüstet für moderne, mobile Stromversorgung und das mit maximaler Effizienz, minimalem Wartungsaufwand und einer Technik, auf die ihr euch verlassen könnt.

LiFePO4-Batterien und Zubehör von Supervolt

In unserem Shop findet ihr alle unsere LiFePO4-Batterien. Egal ob für Wohnmobil, Boot oder Photovoltaikanlage – unsere Batterien lassen sich überall einsetzen.
Passendes Einbauzubehör wie SolarreglerLadebooster und Wechselrichter findet ihr auch direkt bei uns:

Beiträge, die Ihnen auch gefallen könnten

Kommentare

8 Kommentare zu „Umstieg auf Lithium-Eisen Batterien (LiFePO4) – die wichtigsten Fragen vor dem Batteriewechsel“

  1. Hallo, ich interessiere mich für die Supervolt SE Compact 100Ah Batterie.
    Ist diese geeignet für mein VW T3 Bus, Bj 1988 WBX 2.1 Liter Benziner als Starter Batterie?
    Die Lichtmaschine hat 90Ah.
    Kann die Lichtmaschine oder die Elektrik Schaden nehmen durch LiFePo4 Batterie?
    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Roeske

    1. Hallo Herr Roeske,
      unsere SE-Serie eignet sich nicht als Starterbatterie. Dafür kommt evtl. unsere Hochleistungsbatterien aus der ULTRA-Serie in Betracht. Diese ist jedoch nicht für alle Fahrzeugbatterien als Starterbatterie geeignet. Bitte wenden Sie sich für eine individuelle Beratung direkt an die Kollegen vom technischen Support, per Mail an [email protected] oder telefonisch unter 0761 21634630 (Mo-Fr von 8:00 – 13:00 Uhr & 14:00 – 17:00Uhr).
      Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Noch Fragen?

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne, wir freuen uns über Ihre Nachricht.
Unsere Kontaktinformationen finden Sie hier: Supervolt Kontakt

Bevor Sie uns verlassen

Jetzt eintragen und bei Neuigkeiten und Rabattaktionen benachrichtigt werden. Als Dankeschön erhalten Sie 10€ Rabatt auf Ihre erste Bestellung ab einem Bestellwert von 150€! 

Sie erhalten hin und wieder Neuigkeiten von uns und können sich jederzeit abmelden.