Du willst mit deinem Wohnmobil unabhängiger vom Landstrom werden? Dann solltest du die Kraft der Sonne nutzen und auf Solarstrom setzen.
Bei gutem Wetter kannst du so deine Batterie autark aufladen und bist nicht dazu gezwungen, deinen schönen Stellplatz zu verlassen.
Inhaltsverzeichnis
Mobile Solartasche oder festes Solarpanel
Bei der Recherche nach dem richtigen Solarpanel für dein Wohnmobil stößt du auf zwei Typen von Solarpanels:
1. Mobile Solartaschen
2. Solarmodule für die Montage auf dem Dach vom Wohnmobil
Wir erklären dir die grundlegenden Vor- und Nachteile beider Varianten und welche Variante wir empfehlen.
Vorteile - Mobile Solartasche
1. Mobil und flexibel
Wie der Name es schon sagt, ist man mit einer Solartasche mobil. Das bringt den riesigen Vorteil mit sich, dass man sein Wohnmobil im Schatten parken kann, während man die Solartasche in die Sonne stellt.
So kann man z.B. mit unserer 250W Solartasche und dem 5-Meter-Verlängerungskabel das Solarpanel insgesamt 10 Meter weit weg von der Batterie aufstellen.
Sollte die Solarfaltasche nicht mehr gebraucht werden, so ist dies kein Problem. Eine aufwändige Demontage bleibt dir erspart. Auch kannst du die Solarfalttasche ganz einfach an eine andere Batterie anschließen – z.B. für den Solarspeicher im Garten.
2. Höhere Energieausbeute
Durch den optimalen Neigungswinkel einer Solartasche zur Sonne lässt sich deutlich mehr Energie über den Tag erzeugen als aus einem gleichstarken Solarpanel, welches flach auf dem Dach des Wohnmobils befestigt ist.
Besonders in den Morgen- und Abendstunden, steht die Sonne so tief, dass fest verbaute Solarmodule auf dem Wohnmobil kaum bis gar keinen Solarstrom erzeugen. Aber auch im Winter – wo die Sonne sowieso kaum Kraft hat, leisten die festen Solarmodule nur mäßige Arbeit.
Eine Solartasche hingegen kann in genau diesen Zeiten aber punkten. Durch die aufstellbaren Füße hat man immer einen nahezu perfekten Einstrahlungswinkel der Sonnenstrahlen auf die Solartasche. Die Effizienz der Solartasche steigt dadurch extrem.
Da die Sonne über den Tag „wandert“ muss die mobile Solartasche über den Tag mehrmals ausgerichtet werden, um den höchstmöglichen Solarertrag zu generieren.
3. Keine feste Installation notwendig
Um eine Solartasche an die Batterie anschließen zu können, bedarf es lediglich einem kleinen Solarladeregler, welcher den Solarstrom auf die Batterie anpasst.
Die Solarfalttasche hingegen muss lediglich an den Solarladeregler angeschlossen werden. Wird die Solarfalttasche nicht mehr benötigt, kann diese wieder platzsparend verstaut werden.
Bei Supervolt haben wir zwei Solarladeregler, welche perfekt an unsere 250W Solarfalttasche angepasst sind.
MPPT Solarladeregler (20A)
Dieser kleiner Solarladeregler holt alles raus was geht. Mit der innovativen MPPT-Technologie ist er bis zu 30 % effizienter als ein PWM-Laderegler.
Durch die sehr schlanke Bauweise lässt sich dieser Solarregler sehr platzsparend einbauen.
Mit einem Anderson-Stecker kannst du deine Solartasche ganz einfach anschließen und wieder trennen.
Außerdem lässt sich dieser Solarregler mit unserer eigenen Bluetooth-Solar-App steuern und überwachen.
Mobiler PWM Solarladeregler (20A)
Mit dem mobilen Solarladeregler von Supervolt musst du den Solarregler nicht mal fest installieren.
Du brauchst lediglich einen Anschluss an die Batteriepole deiner Batterie, welche auf einen Anderson-Stecker führen
-> Die Verbindung von Batterie zum Solarregler sowie vom Solarregler zur Solartasche sind bereits im Lieferumfang enthalten – du musst dich also bei dieser Variante um nichts mehr kümmern (außer dem Anschluss).
Auf dem LCD-Display vom Solarregler siehst du alle wichtigen Informationen und kannst auch den Batterietyp auswählen.
Wie einfach es ist, die beiden Solarregler zwischen Batterie und Solartasche zu integrieren, zeigt dir Björn in diesem Video:
Nachteile - Mobile Solartasche
Neben den vielen Vorteilen der mobilen Version haben Solartaschen natürlich auch einige Nachteile.
1. Regelmäßiger Aufwand
Leider muss die Solartasche jedes Mal aufs neue aufgestellt werden, sobald man einen Stellplatz erreicht, an dem man mit Solarenergie laden will.
Natürlich muss das Solarpanel auch wieder eingepackt und verstaut werden, wenn man wieder weiterreisen möchte. Auch bei schlechten Witterungsverhältnissen sollte man die Solartasche wieder in den Camper holen.
2. Diebstahlrisiko
So ein mobiles Solarpanel sollte man im besten Falle nicht aus den Augen lassen und stets in der Nähe bleiben.
Die Gefahr eines möglichen Diebstahls ist gegenüber einem fest montieren Solarpanel auf dem Dach durchaus höher.
3. Zusätzlicher Platzbedarf
Solarfalttaschen lassen sich zwar platzsparend zusammen klappen – trotzdem bedarf es einem zusätzlichen Platz im Camper.
Fest verbaute Solarpanels
Der Klassiker für Solarenergie im Wohnmobil sind fest montierte Solarpanels auf dem Dach.
Neben vielen Vorteilen gibt es auch einige Nachteile bei dieser Variante – wir klären dich auf.
Vorteile - Solarpanel auf dem Wohnmobil-Dach
Ständige Stromversorgung
Der Wohl größte Vorteil diese Variante ist die ständige Verfügbarkeit. Das heißt: die Solarpanels auf dem Dach erzeugen immer Strom, sobald die Sonne auf sie scheint – egal ob du fährst oder auf einem vollen Parkplatz stehst – du musst dich um nichts kümmern.
Kein zusätzlicher Platzbedarf
Da die Solarpanels auf dem Dach montiert werden, wird kein zusätzlicher Platz im Innenraum des Wohnmobils benötigt.
Geringeres Diebstahlrisiko
Da die Solarpanels auf dem Dach fest angeschraubt oder sogar verklebt sind, ist das Risiko eines Diebstahls deutlich geringer als zur mobilen Variante.
Nachteile - Solarpanel auf dem Wohnmobil-Dach
Eingeschränkte Ausrichtung
Einmal installiert, können die Solarpanels nicht einfach ausgerichtet oder positioniert werden, um den optimalen Winkel zur Sonne zu erreichen. Das beeinträchtigt die Effizienz enorm – besonders wenn das Wohnmobil im Schatten parkt oder wenn die Sonne sehr tief steht.
Aufwendige Installation notwendig
Um eine feste Solaranlage auf dem Dach eines Wohnmobils zu installieren, bedarf es guter Planung und handwerklichem Geschick.
Die Solarpanels müssen auf dem Dach befestigt werden. Es wird eine Kabeldurchführung vom Dach in das Innere des Campers benötigt. Durch die Kabeldurchführung müssen Kabel vom Solarpanel zum Solarladeregler verlegt werden.
Unsere Empfehlung
Wie du siehst, haben beide Varianten Vor- und Nachteile. Doch für wen lohnt sich welche Variante? Wir geben euch unsere Empfehlungen und erklären euch, warum eine Kombination aus beiden Varianten ratsam ist.
Empfehlung für mobile Solartasche
Wir können jedem eine mobile Solarfalttasche empfehlen, der sich mehr Autarkie für sein Wohnmobil wünscht.
Dabei ist es egal, ob du bereits fest verbaute Solarpanels hast oder nicht. Wie bereits erwähnt, ist die einfache und flexible Installation der größte Vorteil dieser Variante. Mit unserem mobilen PWM-Laderegler hast du Ruck-zuck das Solarpanel mit deiner Batterie verbunden und kannst direkt loslegen.
Somit eignet sich eine mobile Solarfalttasche für jeden, der schnell und unkompliziert mehr Autarkie und Unabhängigkeit haben möchte.
Empfehlung für fest verbaute Solarpanels
Fest verbaute Solarpanels sind Pflicht für alle, die längere Zeit mit ihrem Wohnmobil unterwegs sind und Campingplätze eher meiden.
Mit dieser Variante hast du immer eine verlässliche Stromquelle auf dem Dach, die kontinuierlich deine Batterien auflädt. Einmal aufgebaut, musst du dich um nichts mehr kümmern.
Auch wenn du gerne etwas unauffälliger unterwegs bist und nicht ständig die Solarfalttasche auspacken willst, ist diese Option für dich die richtige.
Fazit
Eine Kombination aus beiden Varianten vereint die Vorteile aus beiden Welten.
Es spricht nichts dagegen, beide Varianten in seinem Wohnmobil integriert zu haben. So hat man immer einen zuverlässigen Stromlieferanten mit dem Solarpanel auf dem Dach und kann bei Bedarf eine Solarfalttasche an die Batterie anschließen, z.B. wenn der erzeugte Strom, über das Solarpanel auf dem Dach nicht ausreichen sollte.
Dies kann besonders von Vorteil sein, wenn man für längere Zeit ohne Landstrom-Anschluss campt.


